Stadtentwicklung - Leben und Wohnen in Ginsheim-Gustavsburg

Die Entwicklung einer Stadt und die Gestaltung einer lebenswerten Kommune beschränkt sich nicht nur auf die einzelnen Wohnungsbauprojekte und Infrastrukturmaßnahmen, die wir in den vergangenen Jahren vorangebracht haben. Zu einer positiven Entwicklung unseres Lebensumfeldes gehören auch die Gestaltung der Wohnquartiere und die Förderung des sozialen Zusammenhaltes ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Wir wollen eine Stadterneuerungspolitik, die dem Prinzip der Quartiersentwicklung folgt, d.h. Stadtentwicklung muss neben den baulichen Voraussetzungen auch die Grundbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger nach Gesundheit, Bildung und Teilhabe am öffentlichen Leben berücksichtigen.

Dies kann durch vielfältige begleitende Angebote und Maßnahmen geschehen, die wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern durch eine möglichst optimale und solidarische Vernetzung des öffentlichen Lebens entwickeln wollen. Grundvoraussetzung dafür ist der Erhalt und die Schaffung von gutem und preiswertem Wohnraum in unserer Kommune. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass unsere kommunalen Wohnungsunternehmen auch kommunal und damit öffentlich kontrolliert bleiben. Grundsätzlich fordern wir, dass die Stadt sich beim sozialen Wohnungsbau mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Finanzanteil beteiligt. Die Finanzierung soll notfalls auch auf dem Kreditwege geschehen. Dies gilt insbesondere auch in der aktuellen Situation, dass neuer Wohnraum auch für alle Wohnungssuchende geschaffen werden muss. Zumal derzeit eine historische Niedrigzinsphase hilfreich dafür ist. Darüber hinaus fordern wir, dass sich Bund und Land der gesellschaftspolitischen Verantwortung im sozialen Wohnungsbau ebenfalls stellen.

Der Wohnungsbau in unserer Stadt wird sich unter sozialdemokratischer Verantwortung noch stärker als bisher an der demographischen Entwicklung unserer Stadtbevölkerung orientieren und wird auch in Zukunft ausreichend preiswerten Wohnraum für untere und mittlere Einkommensgruppen bereitstellen. Wohnraum muss für Jung und Alt gleichermaßen attraktiv sein. Für junge Menschen wollen wir Wohnangebote schaffen, die einerseits den Start in das eigenständige Leben erleichtern, andererseits soziale Bindung zu Mitbürgerinnen und Mitbürgern in anderen Lebensphasen schaffen.

Wir wollen freie Träger und Wohlfahrtsverbände mit ihrer Kompetenz im Sozial- und Pflegebereich in die Entwicklung von Wohnquartieren einbinden. Dazu soll mit Fachleuten ein grundlegendes Konzept erarbeitet werden, das diese Rahmenbedingungen berücksichtigt und bei der weiteren Errichtung geplanter Wohnungsbauvorhaben, wie beispielsweise der beabsichtigten Bebauung des jetzigen Bürgerhausareals in Gustavsburg oder im Zusammenhang mit den Geschosswohnungsbauten der kommunalen Wohnungsgesellschaften in Ginsheim im Baugebiet „Am Alten Sportplatz“ Anwendung findet.

Diese zu entwickelnden Angebote sowie die grundsätzlich barrierefreie Errichtung und nach Möglichkeit auch Sanierung von Wohnraum ist Grundvoraussetzung dafür, dass wir möglichst in jeder Lebenssituation und Lebensphase in unseren Wohnungen selbstbestimmt und solidarisch unterstützt leben können.

Mit der Ansiedlung von Lebensmittelmärkten innerhalb der Stadtteile und in fußläufiger Entfernung zu den Wohnquartieren schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass sich auch eine in Zukunft weniger mobile Generation wohnungsnah versorgen kann.

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